Außer von korruption geplagten Netanjahu wird Trump ausnahmslos kritisiert

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Kritik am US-Präsidenten kam von Regierungen zahlreicher Länder, darunter sind auch viele US-Verbündete. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Türkei, Frankreich, Deutschland und Großbritannien distanzierten sich von Trump. Am Freitag befasst sich der UN-Sicherheitsrat in einer Dringlichkeitssitzung mit dem Thema.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu lobte Trumps Entscheidung hingegen als „historische Erklärung“. Der US-Präsident sei nun „für immer mit der Geschichte unserer Hauptstadt verknüpft“. Er gehe davon aus, dass viele andere Staaten den USA folgen und ihre Botschaften nach Jerusalem verlegen, sagte Netanjahu. Es gebe bereits entsprechende Kontakte. 

Der US-Präsident selbst hatte seine Entscheidung einen „lange überfälligen“ Beschluss genannt. Er sagte, dass er das Engagement seines Landes für einen „dauerhaften Frieden“ in Nahost nicht infrage stelle. Trump wies das US-Außenministerium an, sofort mit den Vorbereitungen für den Umzug der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu beginnen.

Der endgültige Status von Jerusalem ist einer der größten Streitpunkte im Nahostkonflikt. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel besetzten und dann 1980 annektierten Ostteil Jerusalems als künftige Hauptstadt ihres angestrebten eigenen Staates. In der internationalen Gemeinschaft herrschte bislang Konsens darüber, dass der Status der Stadt in Friedensgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern geklärt werden muss.